Termin buchen

Microsoft 365

Microsoft 365 Backup: Warum es 2026 Pflicht ist (auch wenn Microsoft anders klingt)

Microsoft macht kein Backup im klassischen Sinn. Gelöschte E-Mails, OneDrive-Inhalte und SharePoint-Dateien sind nach 30-93 Tagen weg. Hier die saubere Backup-Strategie.

Eine der hartnäckigsten Annahmen in der KMU-IT: "Wir nutzen Microsoft 365, also ist alles in der Cloud sicher." Falsch. Microsoft sichert die Infrastruktur (Server-Verfügbarkeit, Standortredundanz), nicht aber Ihre Daten gegen Anwenderfehler, böswillige Löschung oder Ransomware. Das ist sogar im "Shared Responsibility Model" von Microsoft offiziell so dokumentiert.

Was Microsoft tatsächlich für Sie aufbewahrt

  • Gelöschte E-Mails: 14 Tage im Papierkorb, danach 14 weitere Tage in "Recoverable Items" (insgesamt 30 Tage Standard).
  • Gelöschte OneDrive- und SharePoint-Dateien: 93 Tage im Papierkorb (zwei Stufen).
  • Versionshistorie für Office-Dateien: standardmäßig 500 Versionen.
  • Mailbox-Wiederherstellung nach Account-Löschung: 30 Tage.
  • Service-Ausfälle: Microsoft hat Verfügbarkeitsgarantien (99,9 % SLA), aber kein Recovery-Versprechen für Inhalte.

Was Microsoft NICHT tut

  1. Langzeit-Restore: Nach Ablauf der Aufbewahrungsfristen sind Daten unwiderruflich weg.
  2. Schutz vor versehentlichem oder absichtlichem Massenlöschen durch Anwender.
  3. Schutz vor Ransomware, die Cloud-Dateien überschreibt (über synchronisierte Geräte).
  4. Wiederherstellung einzelner Mails, Dateien oder Versionen aus weiter zurückliegenden Zeiträumen.
  5. Aufbewahrung von Daten ehemaliger Mitarbeitender, deren Lizenz freigegeben wurde.

Bewährte Backup-Lösungen für M365 (KMU)

  • Veeam Backup for Microsoft 365: Marktführer, sehr ausgereift, lizenzbasiert pro Mailbox.
  • AvePoint Cloud Backup: Cloud-basierte Lösung mit Self-Service-Restore.
  • Synology Active Backup for Microsoft 365: Hardware-basiert, einmalig zu kaufen, läuft auf NAS.
  • Acronis Cyber Protect: Kombiniert Backup mit Anti-Malware.
  • Datto SaaS Protection: Beliebt bei IT-Dienstleistern für Mehr-Mandanten-Setups.

Worauf bei der Wahl achten

  1. Was wird gesichert? Mindestens: Mailbox, Kalender, Kontakte, OneDrive, SharePoint, Teams. Optional: Stream, Yammer, Planner.
  2. Wie häufig: tägliches Backup ist Mindestmaß, mehrfach täglich besser.
  3. Wo werden Backups gespeichert: in Deutschland/EU für DSGVO-Compliance, idealerweise auf separater Infrastruktur.
  4. Wie funktioniert der Restore: einzelne Mails/Dateien wiederherstellbar oder nur komplette Mailbox?
  5. Aufbewahrungsdauer: konfigurierbar nach Compliance-Anforderungen?
  6. Lizenzmodell: pro User pro Monat, einmalig pro Lizenz, oder verbrauchsbasiert?

Rollout-Reihenfolge in der Praxis

  1. Backup-Lösung evaluieren und Lizenzen bestellen.
  2. Verbindung zum M365-Tenant einrichten (oft via App-Registrierung).
  3. Erste Vollsicherung – kann je nach Datenmenge mehrere Tage dauern.
  4. Inkrementelle Backups planen (z. B. 4× täglich).
  5. Restore-Test mit echter Datei oder Mail durchführen – nicht erst im Notfall.
  6. Aufbewahrungsrichtlinie und Verantwortlichkeiten dokumentieren.

Passend zu diesem Thema

Microsoft 365 von Software Fehlner

M365 sauber aufsetzen, absichern und mit automatischem Cloud-Speichern produktiv nutzen. Typisch 20 bis 30 Prozent weniger Reibung im Tagesgeschäft.

Konkrete Frage zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns – wir antworten persönlich innerhalb 24 Stunden, oder buchen Sie direkt ein kostenfreies 20-Minuten-Erstgespräch.

kostenfrei unverbindlich ca. 20 Minuten Antwort innerhalb 24 h