Eine Website ist kein einmaliges Produkt, sondern ein laufendes System. Updates, Sicherheits-Patches, neue Inhalte, Browser-Veränderungen, sich wandelnde rechtliche Anforderungen – wer das ignoriert, hat in 2 Jahren eine Sicherheitslücke und in 3 Jahren eine veraltete Site.
Was zu einem ordentlichen Wartungsvertrag gehört
- Regelmäßige Updates (CMS, Plugins, Themes oder Server-Pakete).
- Sicherheitspatches kurzfristig nach Bekanntwerden.
- Tägliches Backup mit getestetem Restore-Vorgang.
- Monitoring von Verfügbarkeit und Ladezeiten.
- TLS-Zertifikat-Verlängerung (oft automatisiert über Let's Encrypt).
- Inhaltsänderungen im definierten Umfang (z. B. monatlich 1-2 Stunden Content-Pflege).
- Quartalsweise Performance- und SEO-Check.
- Notfall-Reaktion bei Ausfällen (mit definierter Reaktionszeit).
Was oft fehlt oder zu wenig ist
- Nur "Updates einspielen" ohne Restore-Backup-Test.
- Keine klare Reaktionszeit bei kritischen Ausfällen.
- "Optionale" Sicherheitspatches – die sind keine Option.
- Keine Inhaltsänderungen inkludiert – jede Textanpassung kostet extra.
- Kein Reporting über durchgeführte Arbeiten.
Realistische Kosten
- Statische Website ohne CMS: 30–80 €/Monat (kaum Wartung nötig).
- WordPress mit wenigen Plugins: 50–150 €/Monat.
- WordPress mit Shop oder vielen Plugins: 150–400 €/Monat.
- Eigenentwickelte Lösung: meist nach Bedarf, oft als Stunden-Pool (z. B. 4 Stunden/Monat zu 95 €/h).
- Zusätzliche Inhaltsänderungen: oft separat ab 80–120 €/h.
Eigenleistung vs. extern
Wer im Team jemanden mit IT-Affinität hat, kann WordPress-Updates selbst einspielen, Inhalte aktualisieren und Backups prüfen. Realistischer Aufwand: 2-4 Stunden pro Monat. Bei einem internen Stundensatz von 50 € sind das 100-200 € monatlich – meistens günstiger als extern, aber abhängig von Verfügbarkeit und Qualifikation.