"Website ab 99 € pro Monat – ohne hohe Erstinvestition" – Werbung dieser Art ist 2026 überall. Was steckt wirklich dahinter, und für wen lohnen sich Website-Abos?
Was Website-Abos typisch enthalten
- Erstellung der Website (kleines Standardpaket).
- Hosting auf Anbieter-Servern.
- Domain (manchmal inkludiert, manchmal extra).
- TLS-Zertifikat.
- Updates und Sicherheits-Patches.
- Kleine Inhalts-Änderungen pro Monat.
- Support per E-Mail oder Telefon.
Wann ein Abo sinnvoll ist
- Sehr kleines Budget, kein Spielraum für Einmalinvestition.
- Standard-Visitenkarten-Site ohne Wachstumsanspruch.
- Komplette Sorglosigkeit gewünscht – alles aus einer Hand.
- Solo-Selbstständige, Vereine, kleine Praxen ohne IT-Affinität.
Wann ein Abo zur Falle wird
- Lock-in: Was im Abo gebaut wurde, gehört oft dem Anbieter. Bei Wechsel: kompletter Neuaufbau.
- Mindestlaufzeiten von 12-36 Monaten – auch wenn die Website nicht passt.
- Erhöhungen ohne klares Vorab-Versprechen.
- Keine eigenständige Pflege möglich – jede Änderung kostet extra.
- Domain liegt beim Anbieter – Verlust bei Streit.
Rechenbeispiel: 99 € pro Monat
99 € × 12 Monate = 1.188 € pro Jahr. Über 5 Jahre: 5.940 €.
Im gleichen Zeitraum könnte eine eigene Website mit 3.500 € Erstinvestition + 200 € Hosting/Jahr (gesamt: 4.500 €) gebaut werden – plus volle Eigentumsrechte.
Faustregel: Ab 24 Monaten sind die meisten Website-Abos teurer als eine Einmal-Investition mit eigenständigem Hosting.
Worauf bei Vertragsabschluss achten
- Mindestvertragslaufzeit – maximal 12 Monate akzeptieren.
- Wem gehört der Quellcode, das Design, die Inhalte?
- Wem gehört die Domain?
- Was passiert bei Kündigung – Export-Möglichkeit?
- Welche Änderungen sind im Preis enthalten?
- Preis nach Mindestlaufzeit – garantierte Konditionen?