Eine der häufigsten Fragen vor jedem Website-Projekt: Festpreis oder Stundenabrechnung? Beide Modelle haben Vor- und Nachteile, und die richtige Wahl hängt vom Projekt, vom Vertrauensverhältnis und vom Wissensstand auf beiden Seiten ab.
Festpreis: planbare Kosten, klare Erwartung
- Stärken: Auftraggeber kennt den Endbetrag, einfache Budgetplanung, Anbieter trägt Aufwandsrisiko.
- Schwächen: Funktioniert nur bei klar abgegrenztem Lieferumfang. Jede Änderung kostet extra. Anbieter kalkuliert Sicherheits-Aufschlag ein.
- Geeignet für: Standard-Visitenkarten-Sites, klar definierte Pakete, Projekte mit detailliertem Pflichtenheft.
Stundenbasis: flexibel, transparent, mehr Vertrauen nötig
- Stärken: Anpassungen während des Projekts möglich, transparente Abrechnung pro tatsächlicher Arbeit, Anbieter muss keinen Risikoaufschlag einpreisen.
- Schwächen: Auftraggeber weiß den Endpreis nicht genau, Vertrauen in Anbieter nötig, regelmäßige Status-Reports wichtig.
- Geeignet für: laufende Weiterentwicklung, schwer planbare Projekte, individuelle Funktionen, Zusammenarbeit mit bekannten Anbietern.
Mischmodell: Beste-aus-beiden-Welten
- Initialphase als Festpreis: Konzept, Design, MVP – klar definierter Umfang.
- Iterative Erweiterungen auf Stundenbasis – mit definiertem Stundenkontingent pro Sprint.
- Wartung als monatliche Pauschale.
- Klare Schnittstellen zwischen den Phasen verhindern Missverständnisse.
Was bei Festpreisen oft schiefgeht
- Das Pflichtenheft ist unvollständig – Änderungswünsche kommen erst beim Sehen des Designs.
- Anbieter unterschätzt den Aufwand und liefert minderwertige Arbeit, um Profit zu retten.
- Auftraggeber will laufend nachjustieren, Anbieter wehrt jede Änderung ab.
- Pauschale Wartungsverträge ohne klaren Leistungsumfang führen zu Konflikten.
Was bei Stundenbasis oft schiefgeht
- Auftraggeber bekommt regelmäßig Schock-Rechnungen.
- Keine Stunden-Pakete oder Caps – das Projekt läuft offen.
- Anbieter dokumentiert Stunden nicht transparent.
- Kein klares Ergebnis – nur "wir arbeiten weiter".