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Website-Grundlagen

Website Festpreis vs. Stundenbasis: Welches Modell ist fairer?

Festpreis klingt nach Sicherheit, Stundenbasis nach Risiko – die Realität ist komplizierter. Welches Modell zu welchem Projekt passt.

Eine der häufigsten Fragen vor jedem Website-Projekt: Festpreis oder Stundenabrechnung? Beide Modelle haben Vor- und Nachteile, und die richtige Wahl hängt vom Projekt, vom Vertrauensverhältnis und vom Wissensstand auf beiden Seiten ab.

Festpreis: planbare Kosten, klare Erwartung

  • Stärken: Auftraggeber kennt den Endbetrag, einfache Budgetplanung, Anbieter trägt Aufwandsrisiko.
  • Schwächen: Funktioniert nur bei klar abgegrenztem Lieferumfang. Jede Änderung kostet extra. Anbieter kalkuliert Sicherheits-Aufschlag ein.
  • Geeignet für: Standard-Visitenkarten-Sites, klar definierte Pakete, Projekte mit detailliertem Pflichtenheft.

Stundenbasis: flexibel, transparent, mehr Vertrauen nötig

  • Stärken: Anpassungen während des Projekts möglich, transparente Abrechnung pro tatsächlicher Arbeit, Anbieter muss keinen Risikoaufschlag einpreisen.
  • Schwächen: Auftraggeber weiß den Endpreis nicht genau, Vertrauen in Anbieter nötig, regelmäßige Status-Reports wichtig.
  • Geeignet für: laufende Weiterentwicklung, schwer planbare Projekte, individuelle Funktionen, Zusammenarbeit mit bekannten Anbietern.

Mischmodell: Beste-aus-beiden-Welten

  1. Initialphase als Festpreis: Konzept, Design, MVP – klar definierter Umfang.
  2. Iterative Erweiterungen auf Stundenbasis – mit definiertem Stundenkontingent pro Sprint.
  3. Wartung als monatliche Pauschale.
  4. Klare Schnittstellen zwischen den Phasen verhindern Missverständnisse.

Was bei Festpreisen oft schiefgeht

  • Das Pflichtenheft ist unvollständig – Änderungswünsche kommen erst beim Sehen des Designs.
  • Anbieter unterschätzt den Aufwand und liefert minderwertige Arbeit, um Profit zu retten.
  • Auftraggeber will laufend nachjustieren, Anbieter wehrt jede Änderung ab.
  • Pauschale Wartungsverträge ohne klaren Leistungsumfang führen zu Konflikten.

Was bei Stundenbasis oft schiefgeht

  • Auftraggeber bekommt regelmäßig Schock-Rechnungen.
  • Keine Stunden-Pakete oder Caps – das Projekt läuft offen.
  • Anbieter dokumentiert Stunden nicht transparent.
  • Kein klares Ergebnis – nur "wir arbeiten weiter".

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