Wix, WordPress und Webflow sind drei der meistgenutzten Plattformen für Unternehmenswebsites. Sie funktionieren grundlegend anders – wer das versteht, vermeidet die häufigste Fehlentscheidung: das falsche Werkzeug für das eigene Vorhaben.
Wix – der einfache Cloud-Baukasten
- Zielgruppe: Solo-Selbstständige, kleine Vereine, schnelle Projekte.
- Stärken: Drag-and-Drop-Editor, alles aus einer Hand, einfacher Start.
- Schwächen: Lock-in (raus geht praktisch nicht), monatliche Kosten dauerhaft, SEO-Grenzen.
- Kosten: 10–35 € pro Monat je nach Tarif.
WordPress – das Open-Source-Schwergewicht
- Zielgruppe: Inhalts-orientierte Sites, KMU mit eigener Pflege, Magazine, Blogs.
- Stärken: riesiges Plugin-Ökosystem, viele Themes, große Community.
- Schwächen: Sicherheits-Updates Pflicht, Plugin-Wildwuchs, Performance-Schwankungen.
- Kosten: kostenlos in der Basis, Hosting ab 5–30 €/Monat, Themes/Plugins variabel.
Webflow – Visual Code für Designer
- Zielgruppe: design-orientierte Marken, Agenturen, gestalterisch anspruchsvolle Projekte.
- Stärken: hochwertige Designs ohne Theme-Optik, sauberer Code-Output, gute Performance, eingebautes CMS.
- Schwächen: laufende Lizenzkosten, Lock-in (mittel), eingeschränkte serverseitige Logik.
- Kosten: 14–49 € pro Monat (mehr für Business-Sites).
Direkter Vergleich nach Use-Case
- Schnelle Visitenkarten-Site mit minimaler Pflege → Wix.
- Inhalts-getriebener Auftritt mit häufigen Updates → WordPress.
- Designgetriebene Marken-Website ohne Plugins-Chaos → Webflow.
- Onlineshop mit komplexer Anbindung → keiner der drei. Shopify, Shopware oder Eigenentwicklung sind hier besser.
- Hochperformante, individuelle Anwendung → keine Plattform, sondern eigenentwickelte Lösung.
Was alle drei nicht können
- Wirklich tiefe individuelle Geschäftslogik (z. B. branchenspezifischer Konfigurator mit Berechnungen).
- Höchste Performance ohne Optimierungsaufwand – alle drei liefern bei Standardnutzung mittlere Werte.
- Komplette Unabhängigkeit vom Anbieter – Webflow am ehesten exportierbar.
- Top-SEO ohne Eigenleistung – Plattform allein reicht nicht.