Wer 2026 eine Website hat, die mit Joomla, Drupal oder TYPO3 läuft, fragt sich oft: Lohnt sich noch Investition in Updates, oder besser komplett wechseln? Die Antwort hängt stark vom Einsatzgebiet ab.
Joomla – stagnierend, aber stabil
- Stärken: kostenloses CMS, etablierte Community, viele Erweiterungen.
- Schwächen: deutlich weniger aktiv als WordPress, schwindender Marktanteil, weniger neue Themes/Plugins.
- Sinnvoll: Wenn bestehende Joomla-Seite läuft und Pflege gesichert ist – kein zwingender Wechsel.
- Empfehlung: Bei Neuprojekten heute selten erste Wahl.
Drupal – das Enterprise-CMS
- Stärken: extrem flexibel, gut für komplexe Inhaltsstrukturen, sehr gute Mehrsprachigkeit, Behörden- und Universitäts-Standard.
- Schwächen: hohe Lernkurve, Pflege-Aufwand, weniger Themes als WordPress.
- Sinnvoll: Große Inhaltsplattformen, Behörden, Universitäten, mehrsprachige Konzern-Sites.
- Empfehlung: Für KMU meist überdimensioniert. Für Großprojekte mit komplexer Struktur weiterhin solide Wahl.
TYPO3 – DACH-Spezialist
- Stärken: in Deutschland sehr verbreitet, gute Mehrsprachigkeit, starke Workflow-Funktionen, große DACH-Agentur-Community.
- Schwächen: hohe Komplexität, Lernkurve steiler als WordPress, Hosting-Anforderungen höher.
- Sinnvoll: Mittelständische Unternehmen mit komplexen Inhalten, Konzerne, Verwaltungen.
- Empfehlung: Wer TYPO3 hat und damit gut klarkommt, sollte nicht ohne Grund wechseln. Für Neuprojekte je nach Anforderung evaluieren.
Wann sich Wechsel lohnt
- Sicherheits-Updates fehlen oder werden kostenpflichtig (z. B. Drupal 7 EOL).
- Pflege wird so aufwändig, dass es teurer ist als Neubau.
- Performance ist nicht mehr akzeptabel.
- Anforderungen haben sich grundlegend geändert.
- Niemand im Team versteht das System mehr.
Wann besser bleiben
- Die Website läuft stabil und erfüllt ihren Zweck.
- Updates und Pflege sind verfügbar und budgetiert.
- Ein Wechsel kostet mehr als die kommenden 3-5 Jahre Wartung.
- Inhalte sind so umfangreich, dass Migration ein Großprojekt wäre.