Eine professionelle Website ist eine Investition, die im vier- oder fünfstelligen Bereich liegt. Nicht jeder will oder kann das auf einmal bezahlen. Es gibt mehrere bewährte Wege.
Klassische Meilenstein-Zahlung
Üblich bei den meisten Webagenturen und Freelancern: Aufteilung in 2-3 Raten gekoppelt an Projektmeilensteine.
- 30-50 % bei Auftragsbestätigung (Konzept- und Designstart).
- 30-40 % bei Design-Abnahme oder Klick-Prototyp.
- 20-30 % bei Go-Live.
- Vorteil: Keine Zinsen, klare Liquiditätsplanung, keine externe Finanzierung nötig.
Monatliche Raten ohne Aufpreis
Manche Anbieter bieten 6- bis 24-monatige Raten ohne Aufpreis an, um den Auftrag attraktiver zu machen. Vorteil für Auftraggeber: gleichmäßige Belastung. Vorteil für Anbieter: Kunde bleibt langfristig in Kontakt, oft Wartungsvertrag im Anschluss.
Wichtig: Nicht mit "Website-Abo" verwechseln – nach Abzahlung gehört die Website dem Auftraggeber komplett.
Externe Finanzierung über Bank
- KfW-Kredit für Digitalisierung (z. B. ERP-Digital, Förderkredite mit Tilgungszuschuss).
- Hausbank-Kredit für Investitionen.
- Leasing-Modelle für Geschäftskunden.
- Vorteile: Längere Laufzeiten, planbare Raten, evtl. steuerlich absetzbar.
- Nachteile: Antragsaufwand, Zinsen, je nach Anbieter Kreditprüfung.
Steuerliche Aspekte für Unternehmen
Eine Website ist meist ein immaterielles Wirtschaftsgut und wird auf 3-5 Jahre abgeschrieben. Das bedeutet: Auch bei Einmalzahlung wird die Investition steuerlich über mehrere Jahre verteilt. Bei Raten kann man unter Umständen die Zahlungen direkt als Betriebsausgaben verbuchen – die genauen Regeln klärt der Steuerberater.
Verhandlungs-Tipps
- Direkt nach Ratenzahlung fragen – viele Anbieter machen das ungefragt nicht.
- Bei langen Laufzeiten (über 12 Monate) leichten Aufschlag akzeptieren.
- Klare Schriftform mit Meilensteinen und Fälligkeiten.
- Bei Mehrfach-Aufträgen (Logo + Website + SEO) ein Gesamtpaket mit gemeinsamer Ratenstruktur verhandeln.